Wochenglück 43/26 – Zwischen Bergluft, Wollglück und dem Abschied von der Campingsaison

Manchmal wird einem einfach alles ein bisschen zu viel.

Kennt ihr das Gefühl, wenn sich die Sorgen und Probleme nach und nach auftürmen und man irgendwann das Gefühl hat, vor einem riesigen Berg zu stehen? Kaum ist eine Sache geklärt, wartet schon die nächste. Und irgendwann weiß man gar nicht mehr so richtig, wo man überhaupt anfangen soll.

Genau so fühlt es sich bei uns momentan an.

Die vergangenen Wochen waren alles andere als einfach. In unserer Familie gibt es gerade einige Sorgen und manchmal habe ich das Gefühl, dass wir gar nicht mehr richtig zum Durchatmen kommen.

Deshalb haben wir beschlossen, noch einmal unser Wohnmobil zu packen und eine Woche unterwegs zu sein.

Nicht, weil sich dadurch irgendwelche Probleme in Luft auflösen. Schön wäre es ja! Sondern einfach, um den Kopf ein bisschen freizubekommen, Abstand zu gewinnen und neue Kraft zu sammeln.

Und ich kann euch sagen: Das war eine richtig gute Entscheidung.

Von Dinkelsbühl ging es weiter in die Berge

Unsere kleine Auszeit hatte bereits in der vergangenen Woche in unserem geliebten Dinkelsbühl begonnen.

Davon habe ich euch schon in meinem letzten Beitrag Wochenglück 42/26 – Zwischen Krankenhauschaos, Wollglück und einer kleinen Auszeit erzählt.

Natürlich bin ich dort auch wieder in einem Wollladen gelandet und habe mich mit Wolle und Zubehör für mein neues Hobby eingedeckt.

Wie gut, dass unser Wohnmobil genügend Stauraum hat!

Von Dinkelsbühl ging es für uns dann weiter in Richtung Berge.

Bergcamping in Lenggries – Frühstück, Alm und meine ersten Strickversuche

Unser nächstes Ziel war das Bergcamping in Lenggries.

Allein die Umgebung war schon wunderbar. Berge, frische Luft und endlich einmal ein bisschen Ruhe.

Am nächsten Morgen haben wir uns erst einmal ein richtig tolles Frühstück gegönnt.

Ohne Hektik, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen und ohne eine lange Liste mit Dingen im Kopf, die unbedingt noch erledigt werden müssen.

Einfach gemütlich frühstücken und den Tag auf sich zukommen lassen.

Anschließend ging es zu Fuß in Richtung Alm.

Wir haben die wunderschöne Landschaft genossen, sind spazieren gegangen und haben einfach mal die Seele baumeln lassen.

Genau das hatte ich gebraucht.

Und hier habe ich tatsächlich auch mit dem Stricken angefangen.

Ich saß also mit meinen neuen Stricknadeln und meiner Wolle da und habe versucht, aus all den Maschen etwas Vernünftiges entstehen zu lassen.

Natürlich lief nicht alles sofort rund.

Mal wollte eine Masche nicht so, wie ich wollte, dann musste ich wieder überlegen, wie das mit den rechten und linken Maschen eigentlich funktioniert, und zwischendurch habe ich mich gefragt, ob Stricken wirklich so entspannend ist, wie immer alle behaupten.

Aber wisst ihr was?

Es macht unglaublich viel Spaß!

Vor allem, weil man sich dabei so schön auf eine Sache konzentrieren kann. Die Gedanken sind plötzlich bei den Nadeln und der Wolle und nicht ständig bei den Problemen, die zu Hause warten.

Masche für Masche ein bisschen abschalten.

Vielleicht habe ich da tatsächlich ein neues Hobby gefunden, das mich noch lange begleiten wird.

Bücher dürfen natürlich auch im Wohnmobil nicht fehlen

Was wäre eine Wohnmobilreise ohne Bücher?

Für mich jedenfalls kaum vorstellbar.

Während unserer kleinen Auszeit habe ich natürlich auch wieder fleißig gelesen.

Einen Roman konnte ich beenden und den nächsten habe ich direkt angefangen.

Ich liebe diese Momente, in denen man es sich im Wohnmobil gemütlich macht, ein Buch aufschlägt und für eine Weile in einer völlig anderen Geschichte verschwindet.

Nur ich, mein Buch und ein bisschen Ruhe.

Und das Schönste am Urlaub mit dem Wohnmobil ist doch, dass man sich genau dafür auch einmal die Zeit nehmen kann.

Auch auf meinem Blog ist diese Woche wieder eine neue Buchrezension erschienen.

In Ein Sommermeerchen von Michelle Schrenk – Von ungeplanten Momenten und dem Mut, das Leben zuzulassen nehme ich euch wieder mit in eine neue Geschichte.

Wenn ihr neugierig seid, schaut doch gerne in meiner Rezension vorbei. Dort verrate ich euch, wie mir der Roman gefallen hat.

Und die nächsten Bücher warten natürlich auch schon darauf, hier auf der Plaudertasche vorgestellt zu werden.

Sonthofen – wir müssen dringend noch einmal Wolle tanken!

Auf unserer Weiterreise legten wir einen kleinen Zwischenstopp in Sonthofen ein.

Und jetzt dürft ihr dreimal raten, warum.

Richtig! Ein Wollladen!

Offenbar hatte mich das Strickfieber inzwischen endgültig erwischt.

Schließlich kann man ja nie wissen, welches Projekt einem als Nächstes über den Weg läuft und welche Wolle man dafür unbedingt braucht.

Also wurde noch einmal ordentlich Wolle getankt.

Ich glaube, unser Wohnmobil besteht inzwischen zur Hälfte aus Büchern und zur anderen Hälfte aus Wollknäueln.

Mein Mann macht dieses neue Hobby zum Glück mit. Zumindest hat er bisher noch nicht vorgeschlagen, einen zusätzlichen Anhänger für meine Wolle anzuschaffen.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Und ganz ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als sich auf ein neues Hobby einzulassen und plötzlich überall Dinge zu entdecken, die man dafür unbedingt haben möchte?

Ich glaube, alle Strickbegeisterten unter euch wissen ganz genau, wovon ich spreche.

Oberstdorf – Berge, Skischanze und gemütliches Bummeln

Unsere Reise führte uns schließlich weiter nach Oberstdorf.

Auch hier haben wir uns einfach treiben lassen und die wunderschöne Umgebung genossen.

Wir haben die Skischanze besucht, waren spazieren und natürlich durfte auch ein ausgiebiger Stadtbummel nicht fehlen.

Ich liebe es, durch solche Orte zu schlendern, die Geschäfte anzuschauen und zwischendurch einfach irgendwo stehen zu bleiben, weil es etwas Schönes zu entdecken gibt.

Und gutes Essen gehört für uns zu einem gelungenen Urlaub sowieso dazu.

Auch in Oberstdorf haben wir es uns kulinarisch richtig gut gehen lassen.

Überhaupt war diese Woche geprägt von vielen kleinen schönen Momenten.

Ein gemütliches Frühstück, ein Spaziergang durch die Natur, ein leckeres Essen oder einfach nur gemeinsam die Aussicht genießen.

Es sind genau diese Tage, an denen man keine großen Abenteuer braucht, um glücklich zu sein.

Manchmal reicht es schon, den Alltag für ein paar Stunden völlig zu vergessen.

Katzenkopf am Main – Federweißer, Kürbis und ein letzter Herbstabend

Bevor es endgültig wieder nach Hause ging, haben wir noch einen letzten Zwischenstopp am Katzenkopf am Main eingelegt und dort übernachtet.

Und was passt besser zu einem Herbsturlaub als ein gemütlicher Spaziergang durch die Weinberge?

Natürlich haben wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, noch einmal die schöne Landschaft zu genießen.

Dazu gab es vermutlich den letzten Federweißer für dieses Jahr.

Und ein richtig leckeres Kürbisgericht durfte auch nicht fehlen.

Ich liebe den Herbst ja für genau solche Momente.

Die bunten Farben, die gemütliche Atmosphäre und all die kulinarischen Leckereien, die diese Jahreszeit mit sich bringt.

So wurde aus unserem letzten Zwischenstopp noch einmal ein richtig schöner Abschluss unserer kleinen Auszeit.

Und irgendwie war es auch ein passender Abschied von unserer diesjährigen Campingsaison.

Denn ich glaube, für dieses Jahr war es das nun mit unseren Wohnmobiltouren.

Ein bisschen wehmütig bin ich schon.

Schließlich gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als mit unserem kleinen Zuhause auf Rädern unterwegs zu sein, neue Orte zu entdecken und einfach dort zu bleiben, wo es uns gefällt.

Aber nach der Campingsaison ist ja bekanntlich vor der Campingsaison.

Und ein paar Ideen für das nächste Jahr schwirren mir jetzt schon im Kopf herum.

Bis dahin werden wir es uns eben zu Hause gemütlich machen. Mit guten Büchern, heißen Getränken und inzwischen mehr als genug Wolle für die kommenden Herbst- und Winterabende.

Mein Wochenglück – manchmal muss man einfach losfahren

Wenn ich auf diese Woche zurückblicke, bin ich vor allem dankbar, dass wir uns diese kleine Auszeit genommen haben.

Die Probleme, die uns momentan beschäftigen, sind natürlich nicht verschwunden.

Sie warten zu Hause immer noch auf uns und werden uns sicherlich auch in der nächsten Zeit begleiten.

Aber wir konnten ein bisschen Abstand gewinnen, durchatmen und unsere Gedanken wieder sortieren.

Wir haben die Berge genossen, sind durch kleine Städte und Weinberge spaziert, haben lecker gegessen und uns einfach Zeit füreinander genommen.

Ich habe einen Roman beendet, den nächsten angefangen und mit dem Stricken ein neues Hobby entdeckt, das mich vermutlich durch die kommenden Herbst- und Wintermonate begleiten wird.

Zumindest an Wolle dürfte es mir so schnell nicht mangeln!

Und auch wenn wir unser Wohnmobil nun wahrscheinlich erst einmal in die Winterpause schicken, bleiben uns viele schöne Erinnerungen an unsere Reisen in diesem Jahr.

Vielleicht ist das ja das Schönste am Campen: Man sammelt nicht nur Kilometer, sondern vor allem Erinnerungen.

Und manchmal sind es genau diese Erinnerungen und kleinen Glücksmomente, die einem helfen, auch die schwierigeren Zeiten etwas besser zu überstehen.

Denn das Leben besteht nun einmal nicht nur aus Sonnenschein. Aber gerade deshalb sollten wir die schönen Momente ganz bewusst genießen.

Und jetzt bin ich neugierig: Was macht ihr, wenn euch die Sorgen und der Alltag über den Kopf wachsen? Fahrt ihr auch gerne einfach mal weg oder habt ihr einen ganz bestimmten Ort, an dem ihr wieder Kraft tanken könnt?

Und an alle Camper unter euch: Ist eure Campingsaison für dieses Jahr auch schon beendet oder seid ihr sogar im Winter mit dem Wohnmobil unterwegs?

Ich freue mich wie immer auf eure Geschichten und wünsche euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Eure Freya ❤️

P.S.: Gerne bin ich diese Woche beim Samstagsplausch und WiB dabei.

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Author: Die Plaudertasche

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