Servicewüste Deutschland

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, war es die letzten Tage sehr ruhig auf meinem Blog. Das lag aber nicht an mir, sondern an dem fehlenden Kontakt zur Außenwelt 😉 Ich war nun über eine Woche offline … und, wie ihr euch sicher vorstellen könnt, sehr genervt. Denn ohne Telefon und Internet eine Pension zu führen ist nicht so einfach. Zum Glück ging es dann mit Notlösungen wie Rufumleitung und Mails am Handy beantworten, aber es nervt einfach nur. Vor allem, wenn man einfach nichts dagegen machen kann.

Nur kurz zur Geschichte:

Letzte Woche sollte mein Telefonanschluss der Telekom nur von unserem alten Anschluss im Nachbarhaus in unser Haus umziehen. Eigentlich eine einfache Sache, dachte ich zumindest. Klar habe ich damit gerechnet, dass ich an diesem Tag vielleicht ein paar Stunden offline sein werde, aber das daraus über eine Woche wird, damit konnte keiner rechnen.

Die Techniker, die den Umzug vornehmen sollten, hatten angeblich kein Werkzeug dabei, um die Kabel anzuschließen. Sehr praktisch, wenn das der Auftrag ist. Aber den alten Anschluss abklemmen konnten sie seltsamerweise. Also 4 Stunden umsonst gewartet und statt dem vorher bestehenden Anschluss, jetzt gar keinen mehr. Super Ergebnis.

Ewige Telefonate, Hotlinemusik und Erklärungen später. Neuer Termin eine Woche später. Ich dachte ich raste aus. Dann am nächsten Tag die Wendung, es sollte doch noch mal ein Techniker des Subunternehmens kommen. Wieder Stunden gewartet, dann kamen wieder zwei Techniker, diesmal mit Werkzeug. Schlecht gelaunt, schimpfend was der Kollege denn da gemacht hat usw. Haben irgendwelche Kabel umgeklemmt, dann gesagt das Kabel hätte Erdkontakt und sie müssten mal kurz zum Verteilerkasten. Zur Tür raus und nie mehr gesehen. Ja richtig, sie sind einfach abgehauen.

Stinksauer und immer noch ohne Telefon wieder bei der Hotline angerufen. Die konnten auch nicht glauben, dass die Techniker einfach abgehauen sind, wir sollten mal warten. Nach 2 Stunden immer noch keine Techniker da, die waren weg. Also wieder angerufen. Was ich die letzten Tage in der Warteschlange der Hotline hing, könnt ihr nicht glauben.

Die meisten Mitarbeiter wollten sich mit dem Problem nicht beschäftigen. Ich hatte in der ganzen Zeit aber 2 sehr nette hilfsbereite Mitarbeiterinnen am Telefon, die sich wirklich bemüht haben.

Nichts desto Trotz, nächster Technikertermin erst eine Woche später. Also habe ich die Offlinezeit genutzt und den Garten auf Vordermann gebracht und mit meinem Mann ein neues Hochbeet angelegt, dass zeige ich Euch dann nächste Woche, wenn ich hoffentlich die richtige Leitung habe.

Diesen Dienstag kamen dann wieder 2 Techniker, wieder abends, nachdem wir ewig gewartet haben. Die haben dann wenigstens alles verkabelt, dann aber behauptet mein Anschluss wäre von der Telekom noch nicht freigeschaltet, die Leitung wäre in Ordnung und ich solle einfach mal warten. Nebenbei hatten Sie einen Auftrag für einen 16.000 ADSL Anschluss, obwohl ich vor dem Umzug einen 100.000 VDSL Anschluss hatte. Warum ich runtergestuft wurde konnte mir natürlich keiner sagen. Ich solle also mal wieder abwarten und den Kundenservice anrufen. Woher nur kenne ich diesen Spruch.

Der Kundenservice konnte sich die Runterstufung auch nicht erklären, die höhere Leitung soll dann nächste Woche wieder geschaltet werden.

Dann eine SMS, am nächsten Tag wäre wieder ein Techniker Termin. Wieso, weshalb keine Ahnung.

Also hieß es wieder warten. Zeitspanne 15-19 Uhr. Um 19 Uhr dann wieder eine SMS, dass der Techniker etwas später kommt. Er kam dann um 20.30 Uhr. Eigentlich waren wir vom Warten schon sehr genervt, aber endlich stand ein kompetenter Techniker in unserem Wohnzimmer. Er hatte Werkzeug dabei, konnte direkt auf die Ports der Telekom zugreifen und war wirklich bemüht.

Resultat: Die Techniker Nummer 1 und 2 haben Relais im Verteilerkasten zerstört, weil Sie wohl kein Werkzeug hatten. Die Leitung war nicht kaputt, es waren nur die Ports vertauscht und die ganzen Angaben auf dem Auftrag haben nicht gestimmt. Er hat sich sogar Zeit genommen, die Ports zu tauschen und hat sich sogar an meinen PC gesetzt um den Fehler ausfindig zu machen. Um diese späte Uhrzeit und nach bereits 25 erledigten Aufträgen war er freundlich, geduldig und wirklich bemüht uns zu helfen. Um kurz nach halb zehn hat er dann unser Haus wieder verlassen. Er hat sich erst vergewissert das das Telefon wirklich funktioniert und zumindest ADSL läuft.

Der 7. Mitarbeiter war dann der einzige, der uns wirklich geholfen hat und uns zumindest wieder die Arbeit ermöglicht hat. Jetzt hoffen wir mal, dass wir nächste Woche unsere normale Leitung wieder haben.

Ihr werdet dann bald wieder DIY, Rezepte, Gewinne und natürlich von meiner Minimalismus-Challenge lesen.

Habt Ihr auch solche unschönen Erfahrungen gemacht oder wo ist der Kunde noch König?

Eure Plaudertasche

Freya

 

 

3 Kommentare zu „Servicewüste Deutschland“

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