Und vor uns (k)ein neuer Morgen von Svenja Lassen

Und vor uns (k)ein neuer Morgen – ein Roman, der mich tief berührt hat

Huhu ihr Lieben,

manche Bücher erwischen einen genau im richtigen Moment. „Und vor uns (k)ein neuer Morgen“ von Svenja Lassen war für mich genau so ein Buch. Ich habe es in meinem Urlaub am Meer gelesen, mit dem Rauschen der Wellen im Hintergrund, und ich glaube, es hätte kaum einen passenderen Ort für diese Geschichte geben können.

Es gibt für mich ja ohnehin kaum etwas Schöneres, als mit einem guten Buch am Meer zu sitzen, den Wellen zuzuhören und dabei ganz in eine Geschichte einzutauchen. Doch dieses Buch war nicht einfach nur eine schöne Urlaubslektüre. Es war eines dieser Bücher, die einen tief im Herzen berühren, die nachhallen und einen auch nach dem Zuklappen noch eine ganze Weile begleiten.

Klappentext

Ein bewegender Roadtrip entlang der Nord- und Ostseeküste, der beweist, dass die Sonne jeden Tag aufs Neue aufgeht!

Seit Julias große Liebe vor fast einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, steht ihre Welt still. Sie weiß, dass ihr Leben ohne Yannik weitergehen muss – aber wie?

Doch dann entdeckt sie eine Landkarte mit einem von ihm geplanten Roadtrip. Die Route führt entlang der Nordseeküste über Dänemark bis nach Schweden. Kurzerhand beschließt sie, sich mit seinem Camper auf den Weg zu machen. Allerdings hat Julia seit dem Unfall Probleme beim Autofahren, und bereits nach wenigen Kilometern überrollt sie die Panik. Sie muss sich eingestehen, dass sie es allein nicht schafft. Als ausgerechnet Yanniks bester Freund Niklas ihr seine Hilfe anbietet, ist Julia verzweifelt genug, sich darauf einzulassen – obwohl sie genau weiß, dass Niklas sie nicht ausstehen kann …

Meine Meinung

Dieses Buch hat mich auf mehreren Ebenen sehr berührt. Julia ist eine Protagonistin, deren Gedanken und Gefühle für mich unglaublich greifbar waren. Ihre Trauer, ihre Ängste, ihre Unsicherheit und dieses vorsichtige Tasten zurück ins Leben wurden so einfühlsam beschrieben, dass ich mich ihr beim Lesen sehr nahe gefühlt habe.

Vielleicht hat mich die Geschichte auch deshalb so stark getroffen, weil ich selbst viele Jahre unter einer Angststörung gelitten habe. Gerade Julias Probleme beim Autofahren und diese Momente, in denen die Panik plötzlich alles überschattet, konnte ich sehr gut nachempfinden. Auch das Thema Verlust ist eines, das mich in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt hat. Dadurch war dieser Roman für mich nicht einfach nur eine Geschichte, sondern ein Buch, das in mir viele Gedanken und Gefühle angestoßen hat.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Art, wie Svenja Lassen diese schweren Themen erzählt. Die Geschichte ist emotional und tiefgehend, aber nie so schwer, dass sie einen erdrückt. Zwischen all der Trauer und Angst liegt immer auch etwas Hoffnungsvolles. Es geht um das Weiterleben, um kleine Schritte, um Heilung und darum, dass es in Ordnung ist, wenn nicht alles sofort wieder gut ist.

Genau das hat mich sehr berührt. Dieses Buch zeigt auf eine stille und ehrliche Weise, dass es Zeit braucht, nach einem schlimmen Verlust wieder zurück ins Leben zu finden. Und dass man sich diese Zeit auch geben darf.

Eine Passage, die mich besonders bewegt hat

Besonders eindrucksvoll fand ich eine Stelle, in der ein alter Mann davon erzählt, dass irgendwann der Moment kommt, an dem man sich mit einem Lächeln an einen geliebten Menschen erinnert. Dass man weiterleben muss, anstatt sich selbst aufzugeben oder sich bildlich gesprochen „zum Sterben hinzulegen“.

Diese Gedanken haben mich sehr getroffen, aber gleichzeitig auch getröstet. Ich finde, darin steckt so viel Wahrheit. Liebe verschwindet nicht einfach, wenn ein Mensch nicht mehr da ist. Aber trotzdem muss das Leben weitergehen. Vielleicht anders als vorher, vielleicht leiser und vorsichtiger – aber eben doch weiter.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch ist deshalb auch dieses hier:

„Ich hätte gewollt, dass er darüber hinwegkommt, mich weiter in seinem Herzen trägt, aber sein Leben lebt. Seine Träume verwirklicht. Das Leben noch viel mehr genießt, weil es so verdammt kostbar ist.“

Dieses Zitat hat mich ganz besonders berührt, weil es so schön ausdrückt, was Liebe für mich auch bedeutet: den anderen loszulassen, ohne vergessen zu werden. Genau das würde ich mir auch für meinen Mann wünschen, falls ich eines Tages nicht mehr da bin. Dass die Liebe bleibt, aber dass trotzdem weitergelebt, gelacht und geträumt wird.

Mein Fazit

Ich habe mir das Buch selbst gekauft, und ich kann von Herzen sagen: Es war eine wirklich gute Entscheidung.

„Und vor uns (k)ein neuer Morgen“ ist ein einfühlsamer, bewegender und zugleich hoffnungsvoller Roman über Trauer, Angst, Neuanfänge und die Frage, wie man nach einem schweren Verlust wieder ins Leben zurückfindet. Die Geschichte hat mich tief berührt und mir gleichzeitig Mut gemacht.

Für mich war dieses Buch etwas ganz Besonderes, weil es nicht nur emotional war, sondern auch viele Gedanken in mir ausgelöst hat. Ich kann es allen empfehlen, die gern Bücher lesen, die ans Herz gehen, zum Nachdenken anregen und dabei trotzdem Hoffnung schenken.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung.

Habt ihr das Buch vielleicht auch schon gelesen? Oder kennt ihr ähnliche Romane, die euch genauso berührt haben? Ich freue mich wie immer sehr über eure Empfehlungen in den Kommentaren.


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Autor: Die Plaudertasche

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