Veröffentlicht in Gedankenwelt, Mein Leben

Wie kann man nur so lustlos sein?

Es ist halb acht am Morgen und ich bin schon jetzt genervt von mir selbst. Die Kinder sind gut in die Schule gekommen und leider ohne gemütliches zusammen frühstücken. Ich bin erkältet und habe meinen Hintern heute nur mit Mühe aus dem Bett bekommen. Meine Kids trödeln morgens immer extrem rum, was mich wirklich nervt und mir meine Energie raubt. Ich hätte gerne das der Tag ruhig anfängt, wir gemeinsam frühstücken und dann jeder mit Elan in den Tag startet.

Mit Elan …. da fängt der Widerspruch eigentlich schon an.

Zur Zeit habe ich wieder mal eine Phase, in der ich eigentlich gar nichts auf die Reihe bekommen, was mich selbst am meisten ärgert. Heute Nacht habe ich wieder wach im Bett gelegen und die tollsten Pläne gemacht, was ich heute alles erledigen könnte. Doch wenn ich morgens die Augen aufmache, ist das alles wie weggeblasen und ich möchte nur noch schlafen.

Ich bin gerade wieder total antriebslos und muss mich zu allem zwingen, das ist einfach anstrengend und Kräfte zehrend. Selbst die normale Hausarbeit fällt mir schon schwer. Klar mache ich es, aber ich schiebe alles vor mir her und denk mir immer ,,,, mach ich später. Auf unserem Dachboden und im Keller sieht es etwas chaotisch aus und ich will die ganze Zeit schon aufräumen, aber wenn ich den Berg von Arbeit sehe, vergeht es mir sofort. Mein Traum wäre ein aufgeräumtes Haus, in dem jede Sache seinen festen Platz hat und keine überflüssigen Dinge, die mich nicht glücklich machen rumliegen. Wenn ich weiter so lustlos bin, wird das wohl ein Traum bleiben. Zusätzlich komme ich mir manchmal wirklich vor, wie in einem Hamsterrad. Ich räume auf und es sieht alles super aus und dann poltern meine Lieben rein und machen wieder alles unordentlich. Da kann einem wirklich der Spaß vergehen.

Ich habe auch einfach oft das Gefühl mit allem alleine da zu stehen. Mein Wunsch wäre es, wenn alle gerne ein schönes, gemütliches zu Hause hätten und wir die Aufräumaktion gemeinsam stemmen könnten und das mit Spaß und ohne Streit und Stress.

Natürlich kann es sein, dass meine Müdigkeit und Antriebslosigkeit, von den Medikamenten kommt, die ich gegen meine Angststörung nehme, trotzdem muss das aufhören. Natürlich bin ich froh, das meine Panikattacken besser geworden sind, aber ich muss echt den Hintern hoch bekommen.

Seit ihr manchmal auch so lustlos? Was tut ihr dagegen?

Autor:

Ich bin Familien-, Lebens- und Kreativbloggerin und schreibe über meine Familie, unsere Hobbys, unser Leben und das tägliche Chaos.

21 Kommentare zu „Wie kann man nur so lustlos sein?

  1. Ich denke, dass die Aufräum-Aktion eine Katze ist, die sich selbst in den Schwanz beißt. Solange Du nicht aufräumst, denkt sich der Rest der Familie „warum denn ich?“ Du musst da wahrscheinlich als leuchtendes Beispiel vorangehen.

    Vermutlich ist jeder manchmal lust- und antriebslos. Ich hab z. B. mehr Energie wenn es draußen warm ist. Im Winter fühle ich mich wie eingefroren. Aber ich habe keine Kinder, die ich „rauskehren“ muss. Mann und Hund hab ich ganz gut im Griff *lach*

    Vielleicht kannst Du Deine Medikamente etwas reduzieren? So, dass sie noch Wirkung zeigen, Dich aber nicht so sehr lähmen?

    Ich wünsche Dir trotz allem einen wunderschönen Tag – bei uns hier ist es arschkalt, aber die Sonne scheint.

    LG Babsi

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  2. Schau mal hier bitte: http://casamail.casablitzblanca.de/

    Du kannst Dich hier in einen Verteiler eintragen lassen und bekommst jeden Tag eine E-Mail mit Dingen, die Du im Haushalt machen „sollst“. Die Aktion ist sehr strukturiert, so wird immer am gleichen Tag immer das gleiche Zimmer gemacht – montags das Bad, dienstags das Schlafzimmer, Mittwochs das Wohnzimmer …. und an jedem Tag gibt es eine kleine Zusatzaufgabe, die man locker innerhalb von 30 Minuten schaffen kann. So putzt man sich rund ums Jahr immer wieder durch alle Zimmer und wenn man eine Grundordnung hat, dann ist es gar nicht so schwer Ordnung zu halten.

    LG Babsi

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  3. Danke Babsi 😘 Da werde ich mich gleich anmelden und hoffe das mir der tägliche a….tritt hilft. Hab mich auch für ein Blogprojekt 2017 angemeldet, das mich hoffentlich von der Couch holt. Ich glaube mir ist im Moment einfach alles Zuviel. Hab gerade echt viel um die Ohren und es kommt mir wie ein Berg vor, der nicht zu bewältigen ist.

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  4. Hallo Freia,

    Ich kenne diese Antriebslosigkeit die sich im Herbst so langsam rein schleicht. Für mich war das früher immer ein Vorzeichen eine kommende „saisonale“ Depression. Jetzt versuch ich, trotz all dem Alltagstrott , aktiv zu bleiben und viel ins Tageslicht zu sein. Glaub mir es hilft !

    Buchtipp: Das wesentliche ist einfach von Jiddu Krishnamurti

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  5. Mir geht es auch so :(. Wir haben zwar keine Kinder (na gut eins, aber das ist nur alle zwei Wochen zu Besuch), aber viele Haustiere… Man macht sauber und zack, sieht es wieder aus wie bei Hempels unter dem Sofa. Es IST frustrierend. Der Job, der Hauskauf, der Umzug.. es zerrt unendlich an den Nerven und besonders auf Arbeit kann ich mich einfach nicht mehr konzentrieren.. bin früh müde, kann aber nicht schlafen. Ich glaube, was nur hilft, ist die Einstellung zu ändern.. sich nicht über jede Unordnung oder jeden Krümel zu ärgern.. Und vielleicht auch „den Lieben“ die Bedürfnisse mitteilen. Geht bei Katzen und Hunden schlecht, aber bei Kindern und Männern vielleicht..

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  6. Hi das kenn ich auch von meinen(Depressionen) . Ich habe gelernt dass Bewegung das Beste dagegen ist. Denn je weniger du dich bewegst desto weniger Energie ist im Körper. Finde eine Bewegungsart die dir Freude macht vielleicht mit Freunden, gemeinsam mit den Kindern. Ist nicht rinfach Anfangs doch es hilft. Ich habe gelernt dass eine Ausgeglichene Mutter mehr bringt als Perfekte Ordnung. Es gibt Tausend Ratschläge finde die richtigen für DICH. Ich wünsche dir viel Kraft und Sonnenschein.

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  7. Ach, dass ist doch ganz normal 😉
    Das habe ich auch hin und wieder und braucht unser Körper. Wenn er ruhe braucht, sind wir eben lustlos. Mich nervt das lustlos sein. Man hat zu nix lust.
    Da hilft nur Entspannung. Leg dich in die Wanne, nimmt ein gutes Buch in die Hand und schalte mal komplett für 1 Stunde ab.

    Alles liebe

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  8. Hallo Gretel,
    vielen Dank für dein Kommentar. Ich glaube ich sollte wirklich meine Einstellung ändern. Aber ich fühle mich eben einfach wohler, wenn alles seine Ordnung hat. Meine Bedürfnisse teile ich den anderen eigentlich schon mit, ich glaube die nehmen nicht entweder nicht ernst oder haben selbst genug um die Ohren.
    Freya

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  9. Hallo Lydia,
    danke für deine aufmunternden Worte. Ich muss mich ein Glück bewegen und das auch noch an der frischen Lust, wei wir einen Hund haben und seit wir den haben geht es mir auch schon besser. Ich glaube das liegt auch daran, das er immer bei mir ist und ich deshalb nicht alleine bin.
    Freya

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  10. Danke Nicole,
    für die lieben Worte. Ich bin halt abends immer genervt, wenn ich den ganzen Tag vertrödelt habe und nichts sinnvolles erledigt habe.
    Freya

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  11. In dem selben Hamsterrad stecke ich auch. Wir wohnen jetzt seit etwas über einem Jahr in unserer Wohnung und deswegen hat noch nicht alles seinen Platz gefunden. Es fehlen hier und da noch passende Regale oder Kommoden, damit all unser Zeug endlich ordentlich verstaut ist.
    Ich plane schon einen Mama-Blogartikel zu dem Thema, weil ich immer wieder lese, wie viele (vor allem junge Mütter) das beschäftigt und wie wir uns von den Medien mit Putzmittelwerbung usw. verrückt machen lassen.
    Was die Erkältung anbelangt, können wir uns auch gerade die Taschentuchpackung reichen (lieber nicht die Hände ;P ). Mein Sohnemann hat mich angesteckt.
    Ich wünsche dir gute Besserung! Steck den Kopf so viel wie möglich nach draußen, um Licht und frische Luft zu tanken. Wenn du merkst, dass du in letzter Zeit öfters antriebslos bist, kann dir vielleicht eine Tageslichtlampe helfen. Die gibt es als Glühbirne für ca. 8/9€, welche in eine normale Fassung passt. Mir hilft das bei trübem Wetter sehr in Schwung zu kommen, genauso Kerzenlicht.

    Ganz liebe Grüße!

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  12. Vielen Dank für Deine lieben Worten. Der Artikel würde mich dann auch sehr interessieren, weil ich auch denken das viele Mütter mit den ganzen Anforderungen, die mittlerweile an uns gestellt werden, überfordert sind. Wünsche Dir ebenfalls gute Besserung. Freya

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  13. Kurz vor meinem 40. ging haargenau das Gleiche mit mir los…..letztes Jahr hat das ganze dann seinen absoluten Höhepunkt bzw. Tiefpunkt erreicht und genau in dem Zeitraum traf ich jemanden, der mir beigebracht hat auf mein Herz zu hören und endlich mal etwas nur für mich zu tun!!! Verrückte Sachen ! Das Chaos ist zwar geblieben, aber ich kann besser mit dem ganzen Mist umgehen!

    Am Ende seines Lebens bereut man nur die Dinge, die man nicht gemacht hat!

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  14. Liebe Bine,
    das hast du wirklich sehr schön geschrieben. Bei mir ziehen mich im Moment leider alle noch mehr runter. Würde mir wünschen das wir einiges zusammen anpacken, aber irgendwie stehe ich immer alleine da.
    Freya

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  15. Ob ich Lustlosigkeit kenne? ja. leider. bei mir auch diagnostiziert als depression. was dagegen hilft? keine ahnung. ich kann dir da leider keine hilfe geben, nur sagen, dass ich an dich denke und dir alles gute wünsche! egal wie schwer es manchmal ist, weiter machen! denk immer daran, nach den schlechten tagen kommen auch immer die guten tage 🙂
    ach, jetzt fällt mir doch noch ein tipp für dich ein. meine psychologin hat mich dazu motiviert an den guten tagen sachen aufzuschreiben die mich glücklich machen, die gut tuen. so ist man für die schlechten tage gewatmet. und wenn dann wieder so ein doofer tag ist, erinner dich was dir gut tut und was dich glücklich macht. mach eine der sachen, die dich an guten tagen glücklich machen. vielleicht hast du dann auch die motivation dich deinen anderen aufgaben zu stellen. und setz dir nicht zu hohe ziele. es muss nicht das ganze haus blitzeblank sein. wie wärs, wenn du erstmal mit der küche anfängst? Und wenn dir das zu viel vorkommt, dann halt erst den kühlschrank einmal ordentlich putzen. du schaffst das 🙂

    http://callmejustchrissy.blogspot.de/

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  16. Danke Chrissy,
    es ist immer schön zu lesen, das es anderen doch ähnlich geht. Früher dachte ich immer, ich bin damit alleine auf der Welt. Ich glaube das bloggen tut mir auch ganz gut. Man hat oft niemanden dem man sagen kann was einem gerade bewegt und so mache ich einfach einen Beitrag daraus. Heute sitze ich zum Beispiel am Beitrag zur Aktion: was machst du eigentlich so den ganzen Tag. Ich bin mal gespannt was bis heute Abend so dabei raus kommt.
    Liebe Grüße
    Freya

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